Junge Mütter

Mag. Martina Fink, Klinische Gesundheitspsychologin

Die Anzahl der Schwangeren im Jugendalter ist im Steigen. Oft wird in diesen Fällen ein Schwangerschaftsabbruch als gute und vernünftige Lösung betrachtet und damit begründet, dass das Leben nicht verbaut wird. Gerade in einem Alter, in dem Mädchen und Jungen selbst noch Unterstützung und die Eltern brauchen, werden sie selbst schon Eltern. Die Verantwortung für das weitere Vorgehen und die Entscheidung  wird daher von den Eltern – den werdenden Großeltern – beeinflusst.

 

Auch können große Ängste bestehen, wie die Eltern dazu stehen  könnten. Trotz der eigenen Unterstützungsbedürftigkeit sollten sich diese jungen Frauen und werdenden Mütter ihrer Verantwortung für  sich selbst, ihren Körper und ihr Kind bewusst sein. 

 

Nur sie allein können entscheiden, was an und in ihrem Körper passiert und gemacht wird. Es ist und bleibt allein ihre Entscheidung, was weiter passiert. Es ist nicht wahr, dass hier die Eltern das  größere „Wissen“ haben – die Erfahrung einer Schwangerschaft ist immer etwas Einzigartiges – hier zählt keine „Lebenserfahrung“ – das Leben ist im Fluss und immer verschieden. Erfreulich ist, dass es für diese jungen Mütter und ihre besondere Situation immer mehr  Möglichkeiten der Unterstützung und umfassenden Betreuung gibt.