Wow - da arbeitest du jahrelang mit dieser Frau zusammen, aber das hat sie mir nie erzählt!

Ich war in einer Beziehung mit einem verheiratetem Mann. Wir hatten bereits ein gemeinsames Kind. Mir und meiner Mutter hatte er versprochen, das er seine Frau verlassen würde und mich heiraten werde. Ich zog mein Kind alleine mit Hilfe meiner Eltern auf, er verbrachte einmal die  Woche die Zeit mit uns.

Unerwartet wurde ich schwanger. Als ich es ihm sagte, antwortete er mir: "Aber ohne mich!"


Seine Frau wußte von unserer Affäre und dem gemeinsamen Kind. Aberer täuschte ihr vor, das er die Beziehung zu mir beendet hatte und sich für sie entschieden hat.


Dieses Kind war im eindeutig im Weg. Diese Wahrheit zu erfahren war bitter. Mein Wunsch war immer eine richtige Familie zu haben - mit Mann und Kindern. Aus Verzweiflung herraus und ihn zum Umdenken zu bringen, schlug ich eine Abtreibung vor. Überraschenderweise stimmte er dieser zu.

Mit dem hatte ich gar nicht gerechnet. Ich dachte über meine Situation nach. Ich würde niemals 2 Kinder finanziell und emotional aufziehen können!

Meine Eltern sind jetzt schon sauer über diese Beziehung zu diesem Mann und hatten mir gedroht mir nicht mehr zu helfen falls ich wieder ein Kind bekomme.

 

Die Kinderbetreuungsmöglicheiten in meiner Umgebung war nicht ausreichend zu dieser Zeit und ausserdem hätten sich meine Dienstzeiten niemals mit Kindergarten oder Hort vereinbahren können.

Je mehr ich darüber nachdachte, umso mehr Gründe sprachen für eine Abtreibung.


Wir gingen zu einem Beratungsgespräch. Im Wartesaal begann ich schon bitterlich zu weinen bei den Gedanken dieses Kind herzugeben.Die Frau war sehr nett und hörte sich unser "Problem" an. Auch sie meinte,das ich emotional für Kinder geschaffen sei aber  dass es keine andere Möglichkeit gäbe, als dieses Kind abzutreiben. So machten wir uns den Termin aus.

 

Aber Gott ist anders!

 

Ein paar Tage vor dem Abtreibungstermin zog es mich direkt zu einer in der Zwischenzeit pensionierten Arbeitskollegin hin. Keiner, außer mein Freund und das Abtreibungsinstitut, wußten von meiner Schwangerschaft.

 

Diese Frau erzähte mir, wie sie durch Bibellesen, Gebet und Gemeinschaft mit Christen zu einer lebendigen Beziehung zu Gott fand. Sie nahm Jesus als ihren Herrn in ihrem Leben und ihrem Herzen auf und tat Buße über ihr voriges Leben. Dies Veränderte ihr Leben. Diese Umkehr hatte ich schon während der gemeinsamen Zeit in der Arbeit bemerkt. Sie erzählte mir von Gottes Wirken in ihrem Leben. Und dann erzählte sie mir, was mein ganzes Leben umkrempelte:

 

Sie erzählte, dass sie schwanger war. Sie hatte bereits 2 Kinder, ihr Mann war Alkoholiker und schlug sie. Deshalb entschied sie sich zu einer Abtreibung. Jahrelang kam sie nie darüber hinweg, sie schaffte es über Jahre nicht einen Kinderwagen zu sehen. Sie bereut diese Tat sehr. Aber jetzt weiß sie, dass ihr Jesus vergeben hat und dieses Kind im Himmel bei ihm war.

 

Wow - da arbeitest du jahrelang mit dieser Frau zusammen aber das hat sie mir nie erzählt!

 

Von diesem Moment an wußte ich, dass wenn es Gott wirklich gibt, er dafür sorgen wird, dass ich dieses Kind aufziehen kann. Ich vertraute Gott bedingungslos.

 

Ich sagte den Abtreibungstermin ab.

 

Meine Eltern reagierten auf meine Schwangerschaft sehr erbost, versprachen mir aber mich und meine Kinder zu unterstützen. Die Zeit der Schwangerschaft war nicht einfach ich mußte viele Beschimpfungen von Seiten meiner Familie und den Schmerz der Trennung meines Freundes ertragen, aber ich spürte so sehr wie mich Gott getragen hat. Er gab mir Kraft und den inneren Frieden.

 

Auch ich nahm Jesus in meinem Herzen auf, ihm vertraute ich das Leben meiner Kinder und meines an, er war Herr über unser Leben. Ich schloss mich einen Bibelkreis und einer Gemeinschaft mit bibeltreuen Christen an.

 

Ich baute uns alleine ein Haus. Mein Eltern versorgten uns mit Essen und kümmerten sich um  meine Kinder während ich Arbeiten ging. Sie vergaben mir wie der Vater dem verlorenen Sohn. Gott heilte auch die Beziehung zu meinen Eltern. Schon vor der Beziehung zu diesem Mann war diese gestört, durch mein Verhalten entstanden tiefe Verletzungen. Heute kann ich sagen, das wir uns gegenseitig lieben wie nie zuvor.

 

Verfasserin: anonym, 02/2014